Ein Märchen aus Nürnberg
|
„…die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“ Es gab einmal einen Bundesrechnungshof, der brachte die gesamte Bundesanstalt für Arbeit in Verruf. In den Weihnachtsferien 2002 ereilte das Bundeskanzleramt eine E-Mail, in der auf schockierende Ergebnisse einer Prüfung der damaligen Bundesanstalt für Arbeit durch den Bundesrechnungshof hingewiesen wurde. Die Anstalt hatte Übergänge aus Arbeitslosigkeit in Arbeit sich selbst als Vermittlung durch ihre Mitarbeiter gebucht und damit ihre Bilanz grob gefälscht. Ein beispielloser Ansehensverlust war die Folge. Die Demission des Präsidenten Jagoda und die Inthronisierung Gersters als Vorstandsvorsitzender folgten. Die BA machte sich medienfit, mutierte zu einer Agentur und dann geschah das Unglaubliche. Nicht nur Show und Lifting bekam das Mauerblümchen. Nein, auch im Erfolg glich sie auf einmal der strahlenden Prinzessin, die aus Aschenputtel geworden war. Sogar der Rückgang der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung wurde so groß, dass die Steigerungen der Krankenkassenbeiträge im Wahljahr 2009 praktisch kaum zu spüren sein werden. Das hat ganz allein die BA geschafft! Eine Meisterleistung. |
